| DATEN |
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| Erscheinungsjahr: |
1991, USA |
| Oriniginaltitel: |
JFK |
| Regie: |
Oliver Stone |
Drehbuch:
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Oliver Stone,
Zachary Sklar |
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| DARSTELLER |
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Kevin Costner
Kevin Bacon
Tommy Lee Jones
Laurie Metcalf
Gary Oldman
Michael Rooker
Sissy Spacek
Vincent D'Onofrio
Pruitt Taylor Vince
Edward Asner
Jack Lemmon
Joe Pesci
Walter Matthau
John Candy
Donald Sutherland
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Jim Garisson
Willie O'Keefe
Clay Shaw/ Clay Bertrand
Susie Cox
Lee Harvey Oswald
Bill Broussard
Liz Garrison
Bill Newman
Lee Bowers
Guy Bannister
Jack Martin
David Ferrie
Senator Long
Dean Andrews
Mr. X |
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| FILMBESCHREIBUNGEN / KRITIKEN |
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dvd-narr.de
Am 22.November 1963 starb in Dallas John
F. Kennedy - und mit ihm die Hoffnung einer
ganzen Generation. Bis heute hat Amerika
das Trauma seiner Ermordung noch immer nicht
verwunden - und bis heute wird noch immer
aufs Heftigste diskutiert, ob Lee Harvey
Oswald die drei Schüsse auf den Präsidenten
abgefeuert hat, oder ob Kennedy Opfer einer
Verschwörung ist. Zu den Vertretern
der letzten These gehört auch Oliver
Stone, der mit seiner filmischen Verarbeitung
des Attentats in einer empfindlichen Wunde
wühlte - und dafür gleichermaßen
mit Hass und Bewunderung, mit Verrissen
und Oscar-Nominierungen überschüttet
wurde. Im Zentrum seines Films steht der
Staatsanwalt von New Orleans, Jim Garrison
(Kevin Costner), der es bis zum heutigen
Tag als Einziger gewagt hat, die Ermordung
Kennedys vor Gericht zu bringen.
Ein gewagter Schachzug Stones, gilt Garrison
doch bis heute vielerorts als Wichtigtuer
und Leichenschänder. Aber obwohl der
Film auf einem Buch Garrisons basiert, ist
er weder ein Porträt, noch eine Chronik
der Ereignisse. Vielmehr benutzt Stone den
Staatsanwalt und den Prozess gegen den Geschäftsmann
Clay Shaw (Tommy Lee Jones), um die vielen
Fragezeichen an der Einzeltäter-Theorie
in einem Punkt zu bündeln. Wie konnte
Oswald mit einem Nachlade-Gewehr drei Schüsse
in sechs Sekunden abfeuern? Warum behaupten
unzählige Zeugen mehr als drei Schüsse
gehört zu haben? Wieso war die Route
des Autokorsos nicht abgesichert? Warum
starben etliche Zeugen eines mysteriösen
Todes? Warum gibt es keine Protokolle von
Oswalds Verhör? Wie konnte Jack Ruby
in einer mit Polizisten vollgepackten Tiefgarage
Oswald erschießen? Und warum wurde
die Obduktion Kennedys abgebrochen, der
Autopsie-Bericht verändert und sein
Gehirn gestohlen? Diese und andere Fragen
stellt der Film, ohne sie zu beantworten
- und das ist seine Stärke.
Stone erliegt nicht dem Verlangen, dem
Zuschauer eine Verschwörungs-Theorie
aufzuzwingen. Er macht lediglich auf offene
Fragen und Missstände aufmerksam. Was
man daraus für Schlüsse zieht,
bleibt jedem selbst überlassen. Doch
egal, welche These man einnimmt: Die filmische
Leistung Stones muss man würdigen.
Mit einer unglaublichen Besetzung und einer
genialen Bildsprache - für die es den
Kamera- und den Schnitt-Oscar gab - gelang
ihm eine faszinierende und spannende Mischung
aus Thriller und Gerichtsdrama, die auch
im über drei Stunden langen Director's
Cut im Fluge vergeht
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Als Oliver Stones 1991 entstandener Thriller
um die Hintergründe der Ermordung John
F. Kennedys in die Kinos kam, war die Aufregung
groß. Dabei ging es weniger um den
Film selbst als um die Art, in der Stone
hier -- Fakten und Fiktionen virtuos vermischend
-- Geschichte schreibt. Doch der Wirbel
legte sich relativ bald, und schon ein paar
Jahre später war JFK - Tatort Dallas
so etwas wie ein vergessener Film -- ein
Schicksal, das er auf keinen Fall verdient
hat.
Oliver Stone nähert sich dem historischen
Ereignis des 20. Jahrhunderts, das wahrscheinlich
mehr Romane und Filme inspiriert hat als
jedes andere, aus der Sicht eines Ermittlers
an, der versucht, Licht ins Dunkel zu bringen
und die wahren Hintergründe der Schüsse
in Dallas aufzudecken. Kevin Costner spielt
Jim Garrison, den damaligen Staatsanwalt
von New Orleans. Da sich Lee Harvey Oswald
(Gary Oldman), der laut des Berichts der
Warren-Kommission ein verrückter Einzeltäter
war, eine Zeit lang in New Orleans aufgehalten
hat, beginnt Garrison mit seinen Leuten
auf eigene Faust zu ermitteln. Das Ergebnis
seiner Besessenheit ist der bis heute einzige
Prozess, in dem jemand wegen Verschwörung
zur Ermordung Kennedys angeklagt wurde.
Natürlich ist JFK erst einmal das
Produkt des großen Traumas, des Vietnam-Krieges,
für den Kennedy hier sterben musste,
sowie der ausufernden Verschwörungsideen
seines Regisseurs. Aber Stone findet zu
einer poetischen Wahrheit, die letztlich
stärker und wichtiger ist als alle
historisch belegbaren Fakten. Mit seinen
Filmen ist es wie mit den Dramen Shakespeares,
erst in der Bearbeitung eines Künstlers
offenbart die Geschichte ihren eigentlichen
Kern. Wenn Nixon Stones Richard III. ist,
dann ist JFK sein Julius Cäsar. --Sascha
Westphal
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