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Mystic River
Starbesetzung und ein Star-Regisseur machten Mystic River zu einem großen Kino-Erfolg. Die tragische Geschichte dreier Männer, die durch einen Schicksalsschlag im jungen Alter getrennt wurden und ganz unterschiedliche Lebensläufe produzierten. Mit einem Sean Penn in Bestform, der einen Oscar gewann als bester Hauptdarsteller. Das unverbindliche Ende lässt einen über den Abspann hinaus nachdenken.
 
DATEN  
Erscheinungsjahr: 2003, USA
Oriniginaltitel: Mystic River
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch:
Brian Helgeland
Buchvorlage: Dennis Lehane
 
DARSTELLER

Sean Penn
Tim Robbins
Kevin Bacon
Laurence Fishburne
Marcia Gay Harden
Laura Linney
Kevin Chapman

Jimmy Markum
Dave Boyle
Sean Devine
Sgt. Whitey Powers
Celeste Boyle
Annabeth Markum
Val Savage

 
FILMBESCHREIBUNGEN / KRITIKEN
 

Aus der Amazon.de-Redaktion
Der von Kritikern viel gelobte Mystic River, Clint Eastwoods 24. Film als Regisseur und einer der besten Filme des Jahres 2003, liefert auf eindrucksvolle Weise eine überragende Vorstellung in Sachen schauspielerische Leistungen, Drehbuch und Regie. Brian Helgeland, der für L.A. Confidential einen Oscar gewann, adaptierte den Roman von Dennis Lehane.

Dieser Thriller dreht sich um das Geheimnis von drei seit ihrer Kindheit befreundeter Männer -- gespielt von Tim Robbins, Sean Penn und Kevin Bacon -- im Arbeiterviertel von Boston. Die Drei werden durch ein Verbrechen in ihrer Vergangenheit und einen Mord in der Gegenwart (an der Tochter des von Sean Penn gespielten Charakters) wieder vereint. Diese zwei Tragödien schaffen einen tödlichen Kreislauf aus Verdächtigungen, Schuld und unterdrückten Ängsten, der in einer Explosion mit verheerendem und unvorhersehbarem Resultat mündet.

Eastwood ist mit diesem Stoff in perfektem Einklang und gibt seiner perfekt besetzten Darstellerriege (darunter Laura Linney, Marcia Gay Harden und Laurence Fishburne) genügend Möglichkeiten, die Tiefen einer weit reichenden menschlichen Tragödie abzuklopfen, die zu einem vieldeutigen Ende führt, welches Mystic River schon jetzt zu einem zeitgenössischen Klassiker erhebt. --Jeff Shannon

Blickpunkt:
Düster und mächtig sind die Gewässer, durch die sich Clint Eastwood in 'Mystic' River', seiner 24. Regiearbeit, manövriert. Natürlich sind dem einstigen Mann ohne Namen Themen wie Gewalt, moralische Verantwortung und der Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart nicht fremd, aber selten ging er so konzentriert, intensiv und konsequent zu Werke wie in der Verfilmung von Daniel Lehanes 'Spur der Wölfe' über drei Jugendfreunde in Boston, die einst von einer Gewalttat voneinander entfremdet wurden und deren Wege sich nach einer neuerlichen Gewalttat wieder kreuzen. Ohne die Thrillerstruktur jemals zu vernachlässigen, nutzt Eastwood die packende Prämisse für ein faszinierendes Psychogramm dreier auf unterschiedliche Weise getriebener Männer, die erkennen müssen, dass alle ihre Taten bisweilen unabsehbare Folgen haben. Sean Penn, Kevin Bacon und Tim Robbins brillieren in den Hauptrollen dieses Films in der Eastwood-Tradition von 'Pale Rider' oder 'Erbarmungslos'.

Tatsächlich nimmt 'Mystic River' einen Ausnahmeplatz im Schaffenswerk des mittlerweile 76-jährigen Filmemachers ein. Obwohl nach Aussage aller Beteiligten ebenfalls im patentierten Eastwood-Stil entstanden, für keine Einstellung mehr als drei Klappen zu brauchen, ist diese Ballade um Schicksal, Rache, Schuld und Sühne anders als seine vergangenen Regiearbeiten, insbesondere seine entspannten Krimis nach Belletristikvorlagen ('Absolute Power', 'Ein wahres Verbrechen', 'Blood Work'), keinen Deut schludrig. Ohne auf Atmosphäre zu verzichten, verschwendet Eastwood hier keine Sekunde, lässt er die präzisen Widescreen-Kompositionen niemals nach Außen drängen. In perfekt arrangierten Bildern und aufeinander abgestimmten Szenen entsteht eine Konzentration auf die Mitte der Leinwand, eine Konzentration, deren Intensität atemberaubend ist. Vermutlich auch ein Verdienst des wie unter Strom stehenden Sean Penn, der den Film mit einer seiner besten Darstellungen dominiert und lenkt.
Er ist einer von drei Kindheitsfreunden, die man in einem längeren Prolog als rotzige, aber doch harmlose Straßenkids kennen lernt: Beim Spielen werden der taffe Jimmy, der unbedarfte Sean und der unauffällige Davey von zwei Männern unterbrochen, die sich als Polizisten ausgeben, aber als Kinderschänder erweisen und Davey entführen. Erst nach vier Tagen unsäglicher Pein kann er entkommen. 30 Jahre später leiden immer noch alle Drei unter den Erlebnissen von einst: Jimmy ist ein harter Hund geworden, der nach zweijährigem Knastaufenthalt als Besitzer eines kleinen Ladens den Ball flach hält und mit der bestimmten Annabeth zwei Töchter hat. Den permanent verunsicherten Davey lässt das Martyrium von einst nicht los - trotz glücklicher Ehe mit der Cousine von Jimmys Ehefrau und einem gemeinsamen Sohn machen ihm die Dämonen schwer zu schaffen. Als Unbekannte bei der Polizei ein Verbrechen melden, tritt auch Sean wieder auf den Plan: Er ist mittlerweile Cop und laboriert an der schmerzhaften Trennung von seiner Frau. Opfer des gemeldeten Verbrechens ist ausgerechnet Jimmys älteste Tochter, die brutal geschlagen und erschossen wurde. Parallel zur Polizei leitet er seine eigene Ermittlungen, um Rache üben zu können, und setzt damit eine Tragödie in Gang.
Stück um Stück legt Eastwood Schichten der Psyche der drei Männer frei und tastet sich durch ein undurchsichtiges Gestrüpp an Informationen, das über den Umweg über die Vergangenheit neue Einblicke in die Geschehnisse in der Gegenwart erlaubt. Eine Fülle von Details und kleinen Hinweisen ergeben nach und nach ein immer monströseres Bild von verkorksten Leben, von Menschen, die aufgrund der Last ehemaliger Taten den Überblick im Hier und Jetzt verloren haben. Mit höchster Ökonomie sammelt Eastwood die Daten, um schließlich in einem parallel montierten Showdown die finstersten Bilder seiner Karriere zu evozieren. Alldieweil zeigt er sich geradezu besessen im Zeigen der wahren Auswirkungen von Gewaltverbrechen, als wollte er für die en passant errichteten Leichenberge vergangener Filme Abbitte leisten.
So entsteht ein packender Film, der so gar nichts von der typischen Versöhnlichkeit gängiger Alterswerke haben will. 'Mystic River' ist ein American Gothic, eine beklemmende Moritat in der Ahnenfolge von 'Die Nacht des Jägers', 'The Wild Bunch' und letztlich auch 'Erbarmungslos', die trotz minimaler Fehlgriffe (Eastwoods selbst komponierter Score) jetzt schon das Prädikat 'Klassiker' verdient. ts.

 
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Mystic River

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Clint Eastwood
Sean Penn
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Kevin Bacon
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Mystic River

 

 


 
   
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