| DATEN |
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| Erscheinungsjahr: |
1999, USA |
| Oriniginaltitel: |
The Insider |
| Regie: |
Michael Mann |
Drehbuch:
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Eric Roth, Michael Mann,
Marie Brenner |
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| DARSTELLER |
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Al
Pacino
Russell Crowe
Christopher Plummer
Diane Venora
Philip Baker Hall
Lindsay Crouse
Debi Mazar
Stephen Tobolowsky
Colm Feore
Bruce McGill
Gina Gershon
Michael Gambon
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Lowell Bergman
Dr. Jeffrey Wigand
Mike Wallace
Liane Wigand
Don Hewitt
Sharon Tiller
Debbie De Luca
Eric Kluster
Richard Scruggs
Ron Motley
Helen Caperelli
Thomas Sandefur
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| FILMBESCHREIBUNGEN / KRITIKEN |
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Aus der Amazon.de-Redaktion
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Dr. Jeffrey Wigand, ehemals
hochrangiger Angestellter bei einem Zigaretten-Konzern,
lässt sich für die Nachrichtensendung
'60 Minutes' über die illegalen Geschäftspraktiken
seines Ex-Arbeitgebers interviewen. Doch dann
untersagt der Boss des TV-Senders aus 'wirtschaftlichen'
Gründen die Ausstrahlung. Michael Manns
beeindruckender Thriller, der sowohl die Machenschaften
der Tabak-Industrie untersucht als auch einen
Blick hinter die Kulissen des US-Fernsehens
wirft. Mit Russell Crowe ('Gladiator') und
Al Pacino hochrangig besetzt.
- DVD & Video Report
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Dr. Jeffrey Wigand war bis vor
kurzem als hochrangiger Angestellter bei einem
Zigaretten-Konzern beschäftigt. Jetzt
erklärt er sich bereit, in der Nachrichtensendung
'60 Minutes' über die illegalen Geschäftspraktiken
seines Ex-Arbeitgebers auszusagen. Doch als
der allmächtige Boss der TV-Station CBS
beschließt, das Interview aus 'wirtschaftlichen'
Gründen nicht auszustrahlen, bricht nicht
nur für Wigand, sondern auch für
'60 Minutes'-Moderator Lowell Bergman eine
Welt zusammen. In seinem aktuellen Werk beleuchtet
Ausnahme-Regisseur Michael Mann ('Heat') die
skrupellosen Machenschaften des Tabak-Industrie
und wirft gleichzeitig einen Blick hinter
die Kulissen des US-Fernsehens. Getragen vom
grandiosen Spiel Russell Crowes ('Gladiator')
und des Oscar-Preisträgers Al Pacino
markiert dieser für sieben Oscars nominierte
Thriller einen Meilenstein in der jüngeren
Filmgeschichte.
- Video Woche
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| Seinem packenden Kriminaldrama
'Heat' läßt Regisseur Michael Mann
vier Jahre danach einen explosiv-intensiven
Thriller über teerschwarze Machenschaften
in der Zigarettenindustrie mit Blick hinter
die Kulissen einer korrupten Medienmaschinerie
nachfolgen. Erzählt wird die authentische
Geschichte eines Insiders, der dem renommierten
Nachrichtenfernsehmagazin '60 Minutes' unter
Einsatz seines Lebens skandalöse Praktiken
der Tabakkonzerne enthüllte, um anschließend
im Zuge geschäftsinterner Bedenken des
TV-Senders im Stich gelassen zu werden. Getragen
wird das atmosphärische Moral-Epos von
den überragenden Darstellerleistungen
Russell Crowes und Al Pacinos.
Das von Mann mitverfasste, vielschichtige
Drehbuch beruht auf dem Artikel 'The Man
Who Knew Too Much' von Marie Brenner im
Magazin Vanity Fair aus dem Jahre 1996.
Darin wurde die moralische, finanzielle
und familiäre Totaldestruktion des
ehemaligen Forschungsleiters des Brown &
Williamson-Konzerns, Dr. Jeffrey Wigand,
geschildert, nachdem er mit seinem Wissen
über die gezielte chemische Erhöhung
des Nikotingehalts und der damit verbundenen
Suchtsteigerung an die Öffentlichkeit
trat. Dies erwies sich als besonders brisant
im Licht einer Schadensklage gegen Zigarettenhersteller,
deren Geschäftsführer kurz zuvor
einem Kongresskomittee gegenüber ausgesagt
hatten, daß ihr Produkt nicht süchtig
mache und sie somit keiner Haftung unterliegen
würden. Der in die Enge getriebene
Mittelklasse-Jedermann Wigand wird im Film
hervorragend von einem mit Übergewicht
und blondgrauen Haaren fast nicht wieder
zu erkennenden Russell Crowe ('L.A. Confidental')
mit der schwelenden Wut eines wilden Stieres
gespielt. Der zunächst zurückhaltende,
da seinem ehemaligen Arbeitgeber vertraglich
zu Stillschweigen verpflichtete Informant
wird vom hyperaktiven '60 Minutes'-Über-Produzenten
Lowell Bergman (Pacino verströmt aus
jeder Pore Aufrichtigkeit und noble Ehrenhaftigkeit)
zu seiner Aussage bewegt. Die Folgen sind
verheerend: Über Wigand bricht eine
schmutzige Rufmordkampagne herein, er wird
mit Morddrohungen überhäuft, aufgrund
des wachsenden Drucks wird er von seiner
Frau verlassen und ist schließlich
selbst dem Selbstmord nahe, als der CBS-Sender
sein Interview, für das sein Leben
vor die Hunde gegangen ist, aus der Sendung
schneidet, um einer Klage der Zigarettenkonzerne
zu entgehen. Doch die New York Times bekommt
aus zuverlässiger Quelle Wind von der
himmelschreienden Geschichte und setzt mit
ihrer Veröfftlichung etliche Hebel
in Bewegung.
Mann erzählt eine klassische David-gegen-Goliath-Saga,
die auf zwei Ebenen ausgeweitet wurde. Auf
der einen Seite stehen seine beiden Helden
Wigand und vor allem Bergman, Männer
ihres Wortes, die für Integrität
und Moralbewußtsein stehen. Ihre schier
unbezwingbaren Opponenten auf der anderen
Seite sind das profitgierige Big Business
- die Tabakindustrie und das Mediengeschäft
- die letztlich durch die couragierte Bereitschaft
zur Selbstaufopferung in die Knie gezwungen
werden können. Mann versteht es dabei,
selbst aus den banalsten Details, wie dem
Hin und Her von Faxbotschaften, ein Maximum
an Spannung herauszuquetschen. Eine Reihe
von exzellenten Nebendarstellern - allen
voran Christopher Plummer als arrogant-opportunistischer
Nachrichtenmoderator Mike Wallace - verleihen
dem beklemmenden Orwellschen Thriller zusätzliche
Tiefe. Mit dem Einsatz von bedeutungsschwerer
Stille wird zudem mehrmals die trübsinnige
Schicksalshaftigkeit einzelner Entscheidungen
unterstrichen. Bei einer Länge von
157 Minuten verlangt das bestechend exquisit
gefilmte Moraldrama einen langen Atem von
seinem Publikum, doch wird auch mit einem
cineastischen Produkt feinster Machart aufgewartet
- wie nicht anders zu erwarten von dem Macher
von 'Der letzte Mohikaner' und 'Heat', der
einmal mehr beweist, daß Qualität
und Intelligenz durchaus Platz haben in
hochmodernem Entertainment. ara
- Blickpunkt
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